Gute Arbeit, die sich lohnen muss

Dafür kämpfe ich:

  • 12 € Mindestlohn
  • 4-Tage Woche bei vollem Lohn
  • Jobgarantie
  • Leiharbeit und Werkverträge abschaffen
  • Tarifverträge und Betriebsräte stärken
  • Lohnlücke schließen
  • Sorgearbeit bezahlen

Für eine gerechte Bezahlung

Immer mehr Menschen können nicht von ihrer Arbeit leben, obwohl sie einen Vollzeit-Job haben. Als SPD haben wir es 2015 geschafft, den Mindestlohn durchzusetzen. Das war ein wichtiger erster Schritt – leider ist der Mindestlohn aber noch zu niedrig. Wir müssen ihn deutlich anheben, denn Arbeit muss sich lohnen!

Deswegen werde ich im Bundestag für einen Mindestlohn von mindestens 12 Euro pro Stunde kämpfen. Jeder Mensch hat ein Recht auf finanzielle Sicherheit. Wer heute den Mindestlohn verdient, landet später in Altersarmut. Das betrifft auch bei uns in Mitte zu viele Menschen.

Von einem höheren Mindestlohn würden übrigens vor allem Frauen profitieren, denn ihr Anteil in schlecht bezahlten Berufen ist besonders hoch. Dabei hat die Pandemie gezeigt, wie wichtig die Arbeit des Pflegepersonals, der Putzkräfte und der Lieferant*innen ist. Diese gute Arbeit muss gerecht bezahlt werden!

Für sichere Arbeitsplätze und mehr Freizeit

Unsere Arbeitswelt befindet sich im Wandel: Durch die Digitalisierung und die Corona-Krise gehen viele Jobs verloren. Gleichzeitig bleibt neben einer Vollzeitstelle für viele Menschen kaum Zeit für die Familie, Erholung oder ein Ehrenamt. Viele fühlen sich ausgebrannt. Darunter leidet auch die Produktivität unserer Unternehmen.

Deswegen werde ich im Bundestag für die 4-Tage Woche kämpfen – also 30 Stunden bei vollem Lohnausgleich. Die Verkürzung von Arbeitszeit darf nicht dazu führen, dass Arbeitnehmer*innen weniger verdienen! Neben dem Erhalt von Jobs schafft die kürzere Woche auch neue Stellen: Bleiben fünf Menschen jeweils einen Tag in der Woche zu Hause, entsteht Arbeit für eine weitere Person.

Eine kürzere Arbeitszeit kommt sowohl den Arbeitnehmer*innen, als auch den Arbeitgeber*innen zugute: Die einen gewinnen mehr Freizeit, die anderen entspannte und motivierte Mitarbeitende.

Für ein Recht auf Arbeit

Arbeit ist mehr als nur Broterwerb – im besten Fall bringt sie Anerkennung und Zufriedenheit. In unserer Wirtschaft sind aber viele Leute arbeitslos, manchmal für Monate oder Jahre – auch bei uns in Berlin Mitte. Das kann für die Betroffenen schlimm sein: Sie verdienen nichts und sind von vielen Aktivitäten ausgeschlossen.

Deswegen werde ich im Bundestag für eine Jobgarantie kämpfen. Alle, die einen Job wollen, sollen einen bekommen. Das schafft ein soziales Sicherungsnetz. Der Staat muss dabei Arbeit anbieten, die gut bezahlt ist und unserem Zusammenleben dient: Die garantierten Jobs dürfen die Löhne in der Branche nicht drücken und müssen sinnvoll sein – für das Selbstbewusstsein der Betroffenen und die Gesellschaft.

Durch die Jobgarantie wird unsere Wirtschaft stabilisiert, weil auch in einer schlechten Phase alle einen Job bekommen können. Wer eine Arbeit hat, kann auch mehr Geld ausgeben und ein Leben in Würde führen. Wichtig ist die Freiwilligkeit: Niemand soll die Absicherung verlieren, weil sie oder er einen garantierten Job nicht annimmt.

Für einen gerechten Wandel & Schutz der Gesundheit

Der Klimawandel und die Digitalisierung verändern unsere Arbeitswelt schon heute. Dieser Wandel darf nicht auf dem Rücken der Arbeitnehmer*innen ausgetragen werden. Sie müssen gleichberechtigt an Entscheidungen für das Unternehmen beteiligt werden. Dadurch kann der Wandel positiv gestaltet und der Abbau von Arbeitsplätzen verhindert werden.

Deswegen werde ich im Bundestag für echte Mitbestimmung im Betrieb kämpfen. Tarifverträge und Betriebsräte müssen weiter gestärkt werden. Unternehmen dürfen sich Verhandlungen mit Gewerkschaften nicht versperren.

Die Gewerkschaften fordern schon lange einen besseren Arbeitsschutz. Vor allem ungelernte Arbeitskräfte sind oft gering bezahlt, haben keine Mitbestimmung und kaum Gesundheitsschutz. Ihre Arbeit muss endlich anerkannt werden! Deshalb kämpfe ich für ein Ende der Leiharbeit und der Werkverträge.

Gerade Menschen, die Kinder betreuen oder gesundheitliche Einschränkungen haben, dürfen nicht benachteiligt werden. Sie brauchen Arbeitszeiten, die ihre Gesundheit und ihr soziales Leben nicht gefährden. Das betrifft vor allem Frauen.

Für Gleichberechtigung in der Arbeitswelt

Frauen verdienen 18% weniger als Männer. Das sind 18% zu viel! Ich werde im Bundestag für eine stärkere Tarifbindung kämpfen, damit Unternehmen Frauen endlich die gleichen Löhne zahlen.

Viele Frauen sind außerdem in der Teilzeitfalle: Sie reduzieren ihre Arbeitszeit, um sich um Kinder oder Angehörige zu kümmern. Danach können sie nicht mehr in Vollzeit zurückkehren. Um das zu verhindern, hat die SPD die Brückenteilzeit eingeführt. Sie muss auf Betriebe mit weniger als 45 Mitarbeitenden ausgeweitet werden.

Es darf nicht sein, dass nur Frauen Sorgearbeit übernehmen. Auch Männer sollen sich um Kinder, Angehörige und den Haushalt kümmern. Deswegen kämpfe ich für gerechtere Strukturen in der Arbeitswelt. Wir müssen Sorgearbeit bezahlen: Bisher arbeiten vor allem Frauen zu Hause in einer zweiten, unbezahlten Schicht. Ich werde im Bundestag dafür kämpfen, dass diese Arbeit gerecht entlohnt wird.